Nachhaltige Landwirtschaft bei der aus Problemstoffen Potentiale werden.

Gülle ist in unserer Region im Überfluss vorhanden und ein umweltbelastendes Abfallprodukt. Die ostewert ag sieht daher die Zukunft in Biogasanlagen auf 100% Güllebasis. Die bei der Milchwirtschaft anfallende Gülle wird schon auf den kooperierenden Bauernhöfen separiert – nur die feste Masse wandert in die Biogasanlage. Das spart Transportwege.

Aus dem Gülle-Feststoff wird durch Vergärung Energie gewonnen. Die nach diesem Prozess verbleibenden Reststoffe enthalten hochkonzentrierte Nährstoffe. In einem weiteren Verfahren werden diese zu Dünger verarbeitet.

Mit der Abwärme der Biogasanlage beheizen wir eine Aquakulturanlage. Hier wird der afrikanische Wels – ein feiner und als Filet quasi grätenfreier Speisefisch gezüchtet. Seine Natur ist geprägt vom afrikanischen Klima: in den Trockenzeiten muss er sein sonst aggressives Verhalten ablegen und auf kleinem Raum friedlich mit den Artgenossen leben. In der Zucht und im Genuss kommt uns das zugute: der Wels wächst ohne Hormone und Medikamente auf. Der WWF empfiehlt die artgerechte und umweltschonende Zucht dieses »pflegeleichten« Proteinspenders.

Perspektivisch können wir diese Kette noch weiter denken: Der Kot der Fische wiederum ist ebenfalls ein hervorragender Dünger für den Gemüse- und Obstanbau. Gewächshäuser mit Tomaten oder exotischen Früchten sind anderenorts bereits Realität.